Warum wir Kotao bauen
Zwei Gründer, ein Ziel: Warum wir Kotao bauen und was uns von SumUp, Lightspeed und Co. unterscheidet.

Stell dir vor, du betreibst ein Restaurant. Mittagsgeschäft, 45 Plätze, sechs Mitarbeiter. Dein Tag sieht so aus: Du öffnest morgens das Kassensystem, um die Umsätze von gestern zu prüfen. Dann wechselst du in die Schichtplanungs-App, um zu sehen, wer heute arbeitet. Dann in die Warenwirtschaft, weil du Tomaten nachbestellen musst. Dann in die Buchhaltungssoftware, um eine Rechnung freizugeben. Dann in die Reservierungsplattform, weil heute Abend eine Gruppe mit zwölf Personen kommt.
Fünf Apps. Fünf Logins. Fünf monatliche Rechnungen. Und keine davon weiß, was die andere tut.
Dein Kassensystem kennt deinen Warenbestand nicht. Deine Reservierung weiß nichts von deiner Tischbelegung. Deine Buchhaltung bekommt die Umsatzdaten nur, wenn du sie manuell exportierst. Jeden Abend verbringst du 45 Minuten damit, Zahlen aus verschiedenen Systemen zusammenzutragen, die eigentlich von Anfang an zusammengehört hätten.
Das ist kein Sonderproblem. Das ist Alltag in der Gastronomie, im Einzelhandel, in der Hotellerie. Und genau deswegen bauen wir Kotao.
Das Problem
Die Software-Landschaft für Gastronomen, Hoteliers und Einzelhändler ist kaputt. Nicht ein bisschen, sondern grundlegend.
Die meisten Betriebe arbeiten mit einem Flickenteppich aus Tools, die nie dafür gebaut wurden, zusammen zu funktionieren. Ein Kassensystem von Anbieter A, Zahlungsabwicklung von Anbieter B, Warenwirtschaft von Anbieter C, Buchhaltung von Anbieter D. Jedes Tool hat seine eigene Datenbank, seine eigene Oberfläche, seine eigene Preisstruktur.
Die Konsequenzen sind konkret:
Du zahlst 300 Euro im Monat oder mehr. Für Features, die du nie nutzt, weil das "Premium"-Paket das einzige ist, das die eine Funktion hat, die du wirklich brauchst. Dazu kommen Einrichtungsgebühren, Hardware-Leasing, Wartungsverträge. Am Ende des Jahres hast du einen fünfstelligen Betrag für Software ausgegeben und benutzt davon vielleicht 30 Prozent.
Du bist an proprietäre Hardware gebunden. Dein Terminal funktioniert nur mit einem bestimmten Anbieter. Dein Kassensystem läuft nur auf einem bestimmten Tablet. Willst du wechseln, fängst du von vorne an: neue Hardware, neue Einrichtung, neue Schulung für dein Team. Das wissen die Anbieter, und deshalb ändert sich auch nichts.
Deine Daten gehören dir. Theoretisch. Praktisch bekommst du sie nur als CSV-Export, wenn überhaupt. Kein API-Zugang, keine Echtzeit-Synchronisation, kein Ownership über die Informationen, auf denen dein Geschäft läuft. Du kannst nicht mal deine eigenen Verkaufsdaten automatisiert in eine Tabelle ziehen, ohne einen Drittanbieter dazwischen zu schalten.
Und dann die Updates. Dein Kassenhersteller wurde gerade von einem Private-Equity-Fonds übernommen. Die Preise steigen. Die Ansprechpartner wechseln. Der Support antwortet nicht mehr auf Deutsch. Aber du bist gebunden, weil ein Wechsel drei Wochen Arbeit bedeutet und du mitten in der Saison steckst.
Das ist keine Übertreibung. Das sind Gespräche, die wir geführt haben. Mit Restaurantbesitzern, mit Hoteliers, mit Einzelhändlern. Immer die gleiche Geschichte, nur mit anderen Namen auf den Rechnungen.
Warum die meisten Lösungen nicht funktionieren
Es gibt natürlich Alternativen. Aber keine davon löst das eigentliche Problem.
SumUp ist einfach und günstig. Für einen Foodtruck oder einen Wochenmarktstand ist das völlig ausreichend. Aber sobald du ein richtiges Restaurant betreibst, mit Tischplan, Küchendrucker, Schichtplanung und Inventar, stößt du schnell an die Grenzen. Du brauchst eine Anbindung an deine Buchhaltung, du willst wissen, welcher Mitarbeiter wie viel Umsatz macht, du brauchst Offline-Funktionalität wenn das WLAN ausfällt. SumUp ist ein Zahlungsterminal mit angehängter Software, kein Betriebssystem für dein Unternehmen.
Lightspeed ist leistungsfähig, aber teuer und komplex. Die Einrichtung dauert Wochen, die monatlichen Kosten laufen schnell in die Hunderte, und du brauchst trotzdem Drittanbieter-Integrationen für Buchhaltung, Personalplanung und Zahlungsabwicklung. Dazu kommt: Lightspeed ist ein kanadisches Unternehmen, börsennotiert, mit dem Druck, jedes Quartal die Zahlen zu liefern. Das merkst du an der Preisgestaltung und daran, wie schnell sich Konditionen ändern können. Am Ende hast du wieder den gleichen Flickenteppich, nur mit einem teureren Mittelpunkt.
Und dann die Legacy-Systeme. Anbieter, die seit 2010 im Markt sind und deren Software auch so aussieht. Schwarze Bildschirme mit orangener Schrift, Schulungen die drei Tage dauern, Support nur per Fax. Übertrieben? Kaum. Viele dieser Systeme dominieren noch immer den deutschen Markt, weil Betriebe sich vor dem Wechsel fürchten.
Das Grundproblem ist überall das gleiche: Niemand hat es als eine Plattform gebaut. Stattdessen hat jeder Anbieter mit einem Produkt angefangen, meistens der Kasse oder dem Terminal, und dann über die Jahre andere Funktionen dazugekauft oder drangeschraubt. Das Ergebnis sind Systeme, die technisch aus fünf verschiedenen Codebasen bestehen und sich auch genauso anfühlen.
Wir haben uns gefragt: Was wäre, wenn man es von Anfang an richtig macht? Eine Plattform, die Kasse, Operations und Zahlungen gemeinsam denkt. Nicht als nachträgliche Integration, sondern als Fundament.
Wer wir sind
Kotao hat zwei Gründer, und das ist kein Zufall.
Fynn Blömer ist unser CPO. Er hat jahrelang in der Gastronomie gearbeitet: in Brauhäusern, in Restaurants, hinter dem Tresen und in der Küche. Während einer einjährigen Weltreise hat er in Hostels und Hotels gearbeitet, von der Rezeption bis zum Housekeeping. Er hat jedes Problem, das Betreiber täglich haben, selbst erlebt. Nicht in einer Studie gelesen, nicht in einem Workshop gehört. Er hat es gelebt. Er weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Kasse um 19:30 abstürzt und 40 Gäste warten. Er weiß, was passiert, wenn der Getränkelieferant kommt und die Bestandsliste nicht stimmt. Er weiß, warum Mitarbeiter nach zwei Wochen kündigen, wenn die Schichtplanung chaotisch ist.
Ich bin Nico Miebach, CEO und Softwareentwickler. Mein Hintergrund ist Technologie. Ich baue die Plattform, die Architektur, die Infrastruktur. Was mich antreibt: Werkzeuge zu bauen, die tatsächlich das tun, was sie versprechen. Keine aufgeblähte Enterprise-Software, die man drei Monate lang konfigurieren muss. Keine schicke Demo, die im Alltag auseinanderfällt. Software, die am ersten Tag funktioniert und am tausendsten immer noch. Ich habe Kotao von Grund auf als moderne Web-Plattform gebaut, nicht auf einem Framework aus den 2000ern, das mit Patches zusammengehalten wird, sondern auf einem Stack, der für die nächsten zehn Jahre hält.
Wir sind keine Berater, die Marktforschungsberichte gelesen haben und jetzt eine Idee umsetzen. Fynn war hinter dem Tresen. Ich war hinter dem Bildschirm. Zusammen verstehen wir beide Seiten: was Betreiber brauchen und wie man es technisch sauber löst.
Was wir anders machen
Drei Entscheidungen unterscheiden Kotao von fast allem, was es sonst am Markt gibt. Und keine davon ist ein Marketing-Trick.
Wir sind selbstfinanziert. Kein Venture Capital, keine Investorenrunden, kein Board of Directors, das auf Quartalszahlen schaut. Das klingt nach einem kleinen Detail, aber es verändert alles. Wenn du VC-finanziert bist, baust du für Wachstum. Du brauchst mehr Kunden, höhere Umsätze, einen Exit. Deine Incentives liegen bei deinen Investoren, nicht bei deinen Nutzern.
Wir bauen für unsere Nutzer. Wenn ein Feature keinen Sinn ergibt, bauen wir es nicht, egal wie gut es in einer Pitch-Deck-Folie aussehen würde. Wenn ein Kunde ein Problem hat, lösen wir es. Nicht weil es die Retention-Metrik verbessert, sondern weil es das Richtige ist. Selbstfinanzierung heißt: Wir können langfristig denken. Wir müssen nicht in 18 Monaten eine Series A raisen. Wir können in Ruhe das richtige Produkt bauen.
Wir nehmen Datenschutz ernst. Nicht als Checkbox, nicht als Badge auf der Website. Europäisches Hosting. DSGVO by Design. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wo es möglich ist. Deine Geschäftsdaten — Umsätze, Kundenlisten, Mitarbeiterdaten — gehören dir. Nicht uns, nicht einem Cloud-Anbieter in den USA, nicht einem Datenbroker, der deine Transaktionshistorie weiterverkauft.
In einer Branche, in der viele Anbieter deine Transaktionsdaten nutzen, um eigene Finanzprodukte zu optimieren oder an Dritte zu verkaufen, ist das keine Selbstverständlichkeit. Es ist eine bewusste Entscheidung, die uns kurzfristig Geld kostet und langfristig Vertrauen aufbaut.
Wir bauen eine Plattform, keine Sammlung. Kasse, Operations und Zahlungen sind bei uns nicht drei zugekaufte Produkte, die über eine API notdürftig verbunden sind. Sie sind von Tag eins als ein System designed. Das bedeutet: Wenn ein Gast bezahlt, aktualisiert sich der Lagerbestand in Echtzeit. Wenn ein Mitarbeiter eine Schicht tauscht, passt sich die Personalplanung sofort an. Wenn du abends die Kasse abschließt, sind die Zahlen schon in deiner Buchhaltung. Kein Export, kein Import, kein Copy-Paste.
Was wir bauen
Kotao besteht aus drei Produkten, die zusammen das ersetzen, wofür du heute fünf bis zehn verschiedene Tools brauchst.
Kotao Workspaces ist die Schaltzentrale deines Betriebs. Hier kommt alles zusammen: Kasse und POS, Warenwirtschaft, Tischplanung, Schichtplanung, Kundenmanagement, Reporting. Nicht als Feature-Liste, die sich gut auf einer Landing-Page liest, sondern als durchdachtes System, in dem jede Komponente mit jeder anderen spricht.
Für dich heißt das: Ein Login, eine Oberfläche, ein Ansprechpartner. Du siehst auf einen Blick, was heute los ist: welche Tische besetzt sind, welcher Mitarbeiter wo steht, welche Produkte nachbestellt werden müssen, was gestern gut lief und was nicht. Du triffst bessere Entscheidungen, weil du bessere Daten hast. Und du sparst jeden Tag die 45 Minuten, die du bisher mit Systemwechseln und manuellem Abgleich verbracht hast.
Wenn du tiefer einsteigen willst, haben wir einen ausführlichen Guide zu Kassensystemen in der Gastronomie 2026 geschrieben, der die verschiedenen Ansätze vergleicht.
Kotao Payments ist unsere Zahlungsabwicklung. Ein Tarif, transparent, ohne versteckte Gebühren. Kartenterminals und Online-Zahlungen aus einer Hand. Keine Überraschungen auf der Monatsabrechnung, kein Kleingedrucktes, das dich nach sechs Monaten teuer zu stehen kommt.
Weil Payments direkt in Workspaces integriert ist, passiert die Verknüpfung automatisch. Jede Zahlung wird sofort dem richtigen Tisch, dem richtigen Mitarbeiter und dem richtigen Buchungskonto zugeordnet. Das ist der Unterschied zu einem externen Terminal, bei dem du abends nochmal manuell abgleichst, ob Kartenzahlungen und Kassenumsätze zusammenpassen.
Kotao Cloud kommt als nächstes. Europäisches Hosting, automatische Backups, offene APIs. Die technische Grundlage, auf der alles läuft, und die sicherstellt, dass deine Daten dort bleiben, wo sie hingehören: bei dir, auf europäischen Servern, unter europäischem Recht. Für Betriebe, die eigene Integrationen bauen wollen oder einen Entwickler haben, der die Daten in bestehende Systeme ziehen soll, ist das der Zugang, den andere Anbieter bewusst verschließen.
Was das für dich bedeutet
Wir haben Kotao nicht gebaut, weil der Markt noch eine weitere Kassen-App brauchte. Davon gibt es genug. Wir haben es gebaut, weil wir gesehen haben, wie viel Zeit, Geld und Energie Betreiber jeden Tag verlieren — mit Tools, die nicht zusammenpassen, mit Anbietern, die ihre Interessen über die ihrer Kunden stellen, und mit einer Branche, die sich daran gewöhnt hat, dass "gut genug" das Beste ist, was man erwarten kann.
Wir sind am Anfang. Wir sind klein. Wir machen Fehler und lernen daraus. Aber wir bauen etwas, das es so in Europa noch nicht gibt: eine Plattform, die Kasse, Betrieb und Zahlungen wirklich vereint, die dir gehört, die ehrlich bepreist ist, und die von Leuten gebaut wird, die verstehen, wie dein Alltag aussieht. Nicht weil wir es in einer Marktstudie gelesen haben, sondern weil einer von uns jeden Tag in deiner Position stand und der andere die Software gebaut hat, die es besser machen kann.
Wenn du sehen willst, was wir bauen, schau dir Kotao Workspaces an. Oder schreib uns einfach.


